132092-2016 - Dienstleistungen Des Gesundheits- Und Sozialwesens

İhale Tipi: Hizmet Alımı
İlgili Sektörler: Sağlık, Veterinerlik, Sosyal Hizmetler
Kurum: Stadt Schwabach, Referat für Stadtplanung und Bauwesen, Vergabestelle - Almanya
İhale Tarihi: 01 Haziran 2018 07:30

Temel

250 / 1 yıl
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Kurumsal

550 / 1 yıl
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  • Section I: Contracting authority
    • I.2) Type of the contracting authority
    • AOK-Bundesverband GbR
    • Rosenthaler Str. 31, Berlin-Mitte
    • Berlin
    • 10178
    • Country
    • DE
    • Sonja van der Ploeg
    • E Mails
    • vergabestelle@bv.aok.de
    • +49 30346462777
    • Internet address(es)
    • http://www.aok-business.de/tools-service/ausschreibungen/bekanntmachung-von-ausschreibungen/
    • Further Information
    • Specifications And Additional Documents
    • Tenders Requests Applications Must Be Sent To
    • Idem
    • Type And Activities And Purchasing On Behalf
    • Type And Activities
    • Type Of Contracting Authority
    • BODY_PUBLIC
    • Type Of Activity
    • HEALTH
    • I.4) Contract award on behalf of other contracting authorities
    • Purchasing On Behalf Yes
    • Contact Data Other Behalf Contracting Autorithy
    • AOK Hessen – Die Gesundheitskasse in Hessen
    • Basler Straße 2
    • Bad Homburg
    • 61352
    • Country
    • DE
    • AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
    • Virchowstraße 30
    • Eisenberg
    • 67304
    • Country
    • DE
    • AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
    • Behlertstraße 33a
    • Potsdam
    • 14467
    • Country
    • DE
    • AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
    • Kasernenstraße 61
    • Düsseldorf
    • 40213
    • Country
    • DE
    • AOK Bremen/Bremerhaven
    • Bürgermeister-Smidt-Straße 95
    • Bremen
    • 28195
    • Country
    • DE
    • AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
    • Carl-Wery-Str. 28
    • München
    • 81739
    • Country
    • DE
  • Section II:Object of the contract
    • Description
    • II.1.1) Title attributed to the contract by the contracting authority:
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder Peritonealkarzinoms.
    • II.1.2) Type of contract and location of works, place of delivery or of performance:
    • Type Contract
    • SERVICES
    • 25
    • Location Nuts
    • Location
    • Deutschland.
    • Notice Involves
    • F02 Framework
    • Several Operators
    • 99
    • 2
    • II.1.5) Short description of the contract or purchase(s)
    • Der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist nach Brustkrebs und Gebärmutterkrebs die dritt-häufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Es ist eine Erkrankung, deren Auftreten mit steigendem Alter zunimmt. In ca. 60 % der Fälle wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, da lange Zeit zunächst keine Symptome auftreten. Deutliche Beschwerden zeigen sich häufig erst im Spätstadium.
    • Aufgrund der Ähnlichkeit in der Tumorentstehung und des gemeinsamen tumorbiologischen Verhaltens werden der Eierstockkrebs, Eileiterkrebs und Bauchfellkrebs zusammengefasst und nach den identischen operativen und medikamentösen Behandlungskonzepten versorgt. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland bei etwa 7.790 Frauen erstmals eine bösartige Veränderung des Eierstocks und Adnexe festgestellt.
    • Wegen der sowohl chirurgischen als auch onkologischen hohen Komplexität der Behandlung ist für die Überlebenschance der betroffenen Patientinnen eine von Beginn an optimale Behandlung essentiell. Für betreute Patientinnen in Studienzentren ist eine höhere Überlebenschance nachgewiesen. Mit dem Wirkstoff Olaparib steht für die medikamentöse Therapie des Ovarialkarzinoms eine weitere Therapie zur Verfügung, die allerdings nur bei platinsensitiven Rezidiven mit einer Mutation im BRCA 1 bzw. BRCA 2-Gen wirksam ist und nur für diese Indikation eine Zulassung besitzt.
    • Der Gesetzgeber räumt den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des § 140a SGB V die Möglichkeit ein, zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung ihrer Versicherten mit zugelassenen Leistungserbringern Verträge zur Besonderen Versorgung zu vereinbaren.
    • Der vorliegende Vertrag bildet mit dem „Vertrag zur Besonderen Versorgung nach § 140a SGB V zum Gentest auf Mutationen der Gene BRCA 1 und BRCA 2 im Rahmen der qualitätsgesicherten Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder Peritonealkarzinoms“ auf der Grundlage des § 140a SGB V ein Versorgungskonzept, das sowohl eine interdisziplinär fachübergreifende als auch eine verschiedene Leistungssektoren übergreifende Leistungserbringung vorsieht. Das Versorgungskonzept beinhaltet insbesondere auch die Koordinierung und Durchführung einer gentechnischen Diagnostik in der notwendigen hohen Qualität und Wirtschaftlichkeit sowie eine Therapieempfehlung durch ein interdisziplinär agierendes Team von spezialisierten Ärzten im stationären und ambulanten Bereich. Diese neuartige integrative Behandlungsform geht über die Regelversorgung hinaus und ist auf die Erhöhung der Versorgungs- und Lebensqualität für die betroffenen Patientinnen gerichtet.
    • Der ausgeschriebene Vertrag wird in einem sogenannten „Open-House-Verfahren“ abgeschlossen, d.h. weitere Leistungserbringer, die die in diesem Vertrag aufgeführten Teilnahmevoraussetzungen erfüllen, können mit der Krankenkasse einen gleichartigen Vertrag abschließen. Die AOK strebt eine bevölkerungsbezogene Flächendeckung der Versorgung an.
    • Zugleich wird mit vorliegendem Vertrag die regelhafte Zusammenarbeit zwischen der vertragsschließenden „besonders qualifizierten Einrichtung“ und einem vertraglich gleichzeitig in die Versorgung einbezogenen und entsprechend spezialisierten und hinsichtlich der Qualitätsanforderungen geeigneten „Labor“ geregelt. Die Krankenkasse schließt als einen weiteren Bestandteil der integrierten Versorgung daher zugleich einen Vertrag über die Durchführung des notwendigen Gentests auf Mutationen der Gene BRCA 1 bzw. BRCA 2. Der Vertrag zur Erbringung der spezialisierten Laborleistung wird europaweit ausgeschrieben. Beide Verträge stellen die Grundlagen für die die Besondere Versorgung nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter oder Peritonealkarzinoms dar.
    • Individuelle Verhandlungen über Vertragsinhalte werden nicht geführt, es gelten einheitliche Konditionen. Die Auftraggeberinnen sichern einzelnen Vertragspartnern keine Exklusivität zu. Die Vertragslaufzeit beträgt maximal 2 Jahre und beginnt frühestens mit dem 1.7.2016, jedoch frühestens mit Wirksamwerden des Vertrages mit dem Labor zur Durchführung des Gentests auf Mutation der Gene BRCA und BRCA 2 (Ausschreibung erfolgte gesondert in einem europaweiten Offenen Verfahren). Der Vertrag endet spätestens am 30.6.2018, unabhängig vom Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Ein Vertragsschluss zu diesem Open-House Verfahren ist innerhalb der Vertragslaufzeit jederzeit möglich.
    • Die vorliegende Bekanntmachung betrifft nicht die Vergabe eines öffentlichen Auftrags im Sinne der Richtlinie 2014/24/EU bzw. des Kartellvergaberechts. Im Interesse einer möglichst breit angelegten Information der interessierten Unternehmen erfolgt diese Bekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union. Die im Rahmen des vorliegenden Bekanntmachungstextes verwendete Verfahrensbezeichnung „Offenes Verfahren“ (Ziffer IV.1.1)) ist den Vorgaben des Bekanntmachungsformulars geschuldet. Hiermit sowie mit der Nutzung des Mediums „TED“ ist keinerlei Unterwerfung unter vergaberechtliche Regelungen verbunden, deren Geltung kraft oder aufgrund des Gesetzes nicht verpflichtend vorgegeben ist.
    • Näheres ergibt sich aus den über die oben angegebene Kontaktstelle abrufbaren Unterlagen.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • II.1.7) Information about Government Procurement Agreement (GPA)
    • YES
    • F02 Division Into Lots
    • F02 Div Into Lot Yes
    • ONE_OR_MORE_LOT
    • F02 Annex B
    • 1
    • AOK-Bayern – Die Gesundheitskasse
    • Lot Description
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten
    • Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder
    • Peritonealkarzinoms.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • 2
    • AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen
    • Lot Description
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten
    • Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder
    • Peritonealkarzinoms.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • 3
    • AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
    • Lot Description
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten
    • Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder
    • Peritonealkarzinoms.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • 4
    • AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
    • Lot Description
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten
    • Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder
    • Peritonealkarzinoms.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • 5
    • AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
    • Lot Description
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten
    • Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder
    • Peritonealkarzinoms.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • 6
    • AOK Bremen/Bremerhaven
    • Lot Description
    • Open-house Verfahren zum Abschluss von Verträgen nach § 140a SGB V zur qualitätsgesicherten
    • Behandlungsplanung bei Patientinnen mit platinsensitivem Rezidiv eines Ovarial-, Eileiter- oder
    • Peritonealkarzinoms.
    • II.1.6) Common procurement vocabulary (CPV)
    • Cpv Main
    • Cpv Code
    • 85000000
    • Accepted Variants
    • NO
    • II.2) Quantity or scope of the contract
    • No Options
    • No Recurrent Contract
    • II.3) Duration of the contract or time limit for completion
      Duration in months: (from the award of the contract)
    • Interval Date
    • Start Date = 01.07.2016
    • End Date = 30.06.2018
  • Section III: Legal, economic, financial and technical information
    • Contract Relating Conditions
    • Legal Form
    • Für den Fall des Vertragsschlusses hat eine Gemeinschaft von bietenden Unternehmen eine Rechtsform anzunehmen, bei der eine gesamtschuldnerische Haftung der einzelnen Mitglieder dieser Gemeinschaft für die Erfüllung der vertraglichen Pflicht besteht.
    • F02 Conditions For Participation
    • III.2.1) Personal situation of economic operators, including requirements relating to enrolment on professional or trade register
    • Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit.
    • Technical Capacity Lefti
    • IV.1) Type of procedure
    • (1) Zur Teilnahme am Vertrag dieser Besonderen Versorgung müssen folgende Voraussetzungen der „besonders qualifizierten Einrichtung“ erfüllt und nachgewiesen sein:
    • a) Nach OnkoZert zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum
    • Nachweis: aktuelles OnkoZert-Zertifikat
    • b) Vorhaltung einer onkologische Beratungskompetenz (Facharzt/-ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie oder Facharzt/-ärztin für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie und langjähriger Expertise in systemischer Krebstherapie)
    • c) Mindestens ein/eine Arzt/Ärztin, der/die die von der Gendiagnostikkommission in ihrer Richtlinie festgelegte Beratungsqualifikation erworben oder nachgewiesen hat, sofern er/sie nicht ohnehin nach ärztlichem Fortbildungs- oder Weiterbildungsrecht bereits zur genetischen Beratung spezifisch qualifiziert ist.
    • Nachweis: Zertifikat der erworbenen Beratungsqualifikation bzw. entsprechende Facharzturkunde
    • d) Vorhaltung eines/einer Facharztes/Fachärztin für Pathologie und eines/einer Fach-arztes/Fachärztin für Radiologie
    • Nachweis: Facharzturkunde
    • e) Teilnahme an der Qualitätssicherung Stufen „QS2“ oder „Studien“ der Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) e. V.
    • Nachweis: aktuelle Teilnahmebestätigung der AGO e. V.
    • Services Contracts Specific Conditions
    • No Exec Service Reserved Particular Profession
  • Section IV: Procedure
    • Type Of Procedure
    • IV.1.1) Type of procedure
    • Pt Open
    • IV.3) Administrative information
    • Receipt Limit Date = 01.06.2018 07:30
    • Conditions For Opening Tenders
    • No Existence Authorised Persons
  • Section VI: Complementary information
    • VI.1) Information about recurrenceThis is a recurrent procurement: no
    • Relates To Eu Project No
    • VI.3) Additional information
    • Interessierte Leistungserbringer können dazu bei der unter l.1. genannten Kontaktadresse nach Registrierung die Teilnahmeunterlagen anfordern. Voraussetzung für den Abschluss eines Vertrages ist, dass der interessierte Leistungserbringer die angeforderten Teilnahmeunterlagen vollständig ausgefüllt und unterzeichnet vorlegt. Jeder Leistungserbringer, der die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt und dies durch die Unterzeichnung der Erklärungen und des Vertrages dokumentiert, kann dem Vertrag beitreten. Eine Exklusivität ist nicht gegeben. Der Beitritt bzw. der Vertragsabschluss kann jederzeit und zu den gleichen Bedingungen erfolgen. Individuelle Vertragsverhandlungen werden nicht durchgeführt.
    • Der früheste Vertragsbeginn ist der 1.7.2016. Davon ausgehend beträgt die Vertragslaufzeit maximal 24 Monate.
    • Die vorliegende Bekanntmachung betrifft nicht die Vergabe eines öffentlichen Auftrags im Sinne der Richtlinie 2014/24/EU bzw. des Kartellvergaberechts. Die Angaben unter Ziffer VI.4) erfolgen hilfsweise und begründen keine Unterwerfung unter vergaberechtliche Regelungen, deren Geltung nicht kraft oder aufgrund Gesetzes verpflichtend vorgegeben ist. Die Angebotsfrist (Ziffer IV.3.4) ist so zu verstehen, dass jederzeit Angebote abgegeben werden können, letztmals allerdings zum 30.06.2018.
    • Die unter II.1.4) angegebene Zahl ist nicht als Höchstzahl zu verstehen. Sie dient fiktiv dazu, einen Wert des Pflichtfeldes auszufüllen.
    • VI.4) Procedures for appeal
    • VI.4.1) Body responsible for appeal procedures
    • Contact Data Without Responsible Name
    • Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
    • Villemombler Straße 76
    • Bonn
    • 53123
    • Country
    • DE
    • +49 2289499163
    • VI.4.2) Lodging of appeals
    • Lodging Of Appeals Precision
    • Für die Einlegung von Rechtsbehelfen
    • gelten u. a. die folgenden Bestimmungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB):
    • „§ 101a Informations- und Wartepflicht.
    • (1) Der Auftraggeber hat die betroffenen Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den
    • Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen
    • Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in
    • Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer
    • Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die
    • betroffenen Bieter ergangen ist. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information
    • nach den Sätzen 1 und 2 geschlossen werden. Wird die Information per Fax oder auf elektronischem Weg
    • versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der
    • Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es
    • nicht an.
    • (2) Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne vorherige
    • Bekanntmachung wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist.
    • § 101b Unwirksamkeit.
    • (1) Ein Vertrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der Auftraggeber 1. gegen § 101a verstoßen hat.
    • § 107 Einleitung, Antrag.
    • (1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
    • (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen
    • Rechten nach § 97 Abs. 7 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen,
    • dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist
    • oder zu entstehen droht.
    • (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
    • 1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und
    • gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,
    • 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis
    • Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem
    • Auftraggeber gerügt werden,
    • 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
    • zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber
    • dem Auftraggeber gerügt werden,
    • 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu
    • wollen, vergangen sind. ...
    • § 114 Entscheidung der Vergabekammer.
    • (1) Die Vergabekammer entscheidet, ob der Antragsteller in seinen Rechten verletzt ist und trifft die geeigneten
    • Maßnahmen, um eine Rechtsverletzung zu beseitigen und eine Schädigung der betroffenen Interessen zu
    • verhindern. Sie ist an die Anträge nicht gebunden und kann auch unabhängig davon auf die Rechtmäßigkeit
    • des Vergabeverfahrens einwirken.
    • (2) Ein wirksam erteilter Zuschlag kann nicht aufgehoben werden. ...“
    • Es wird der folgende weitere Hinweis gegeben: Die Rügefrist des § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB beträgt
    • nach der Vergaberechtsprechung nur wenige Tage. Jedenfalls eine mehr als 14 Tage nach Kenntnis
    • des (vermeintlichen) Vergaberechtsverstoßes erhobene Rüge ist nach der Vergaberechtsprechung und nach der
    • Rechtsprechung zu § 121 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht mehr „unverzüglich“ i. S. des § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1GWB.
    • Notice Dispatch Date = 13.04.2016